Geschichte

Die Schule

1888:  Hauswirtschaftsschule
1963:  Kinderpflegerinnenschule
1975:  Weiterbildungskurs zur Erzieherin
1981:  Fachschule für Sozialpädagogik (FSP/ 2 BKSP)
1999:  Fachschule für Organisation und Führung (FoF)
2003:  Einjähriges Berufskolleg für Sozialpädagogische Praxis (1 BKSP)
2006:  Berufsfachschule für Zusatzqualifikationen "Sprachförderung" (BfQ)
2014:  Dreijährige Fachschule für Sozialpädagogik praxisintegriert (3 BKSPIT/ PIA)
2022:  Fachschule für Sozialpädagogik in Teilzeit (BKSPT/ FSP in TZ)

Unsere Geschichte

Die Geschichte der Schule beginnt im Jahr 1888 mit den Anfängen in der beruflichen Ausbildung von Mädchen mit dem Schwerpunkt Hauswirtschaft durch den damaligen Stadtpfarrer und heutigen Ehrenbürger Bruchsal Pfarrer Josef Kunz. Er gründete das Marienhauses auf dem Holzmarkt zur Erziehung und beruflichen Ausbildung von Mädchen. Das Haus lag sehr zentral, hatte zudem noch einen großen Garten und war so gut geeignet als Treffpunkt für junge Mädchen. Für 28.000,- Mark kaufte er damals das Haus und ließ es gänzlich umbauen, damit es nicht nur als Pensionat, sondern zugleich auch als Volksküche und Kleinkinderschule verwendet werden konnte. Die Sorge für das Haus hatten die Schwestern von Gengenbach übernommen, die sich zugleich um den Dienstbotenverein kümmerten und für denselben die Stellenvermittlung besorgten. Ferner wurden von ihnen arme Leute zu billigen Preisen mit Nahrung versorgt. Besitzer des Hauses war zunächst Stadtpfarrer Kunz selbst; später verkaufte er es an das Kloster in Gengenbach, behielt aber die Leitung des Hauses bei und unterstützte es weiterhin tatkräftig. Im Jahre 1908 wurde dann das heute noch bestehende Institut Sancta Maria in der Hochstraße 6 in Bruchsal gebaut und die Haushaltungsschule mit Pensionat dorthin verlegt.
Erst ab 1963, mit der Erweiterung der Haushaltungsschule durch die Kinderpflegerinnenschule, richtete sich der Blick richtet sich auf die Sozialpädagogik und den Elementarbereich. 1975 wurde der Weiterbildungskurs für Kinderpflegerinnen zur Erzieherin/zum Erzieher eingeführt, 1981 die Fachschule für Sozialpädagogik gegründet. Ihr folgten 1999 die Fachschule für Organisation und Führung im Sozialwesen und 2003 das einjährige Berufskolleg für Praktikanten sowie im Verlauf der letzten Jahre die ständigen Weiterbildungs- und Zusatzqualifikationsangebote als Spracherzieher, Zusatzkraft für Kindertageseinrichtungen oder Mentoren.
Seit 2014 bietet die Fachschule Sancta Maria auch die staatlich anerkannte Ausbildung zum Erzieher /zur Erzieherin in der praxisintegrierten Form an (PIA).Vision, Mut und Engagement vieler, die den Weg fachkompetent vorausgegangen sind, ließen unsere Fachschule für Sozialpädagogik St. Maria zu dem werden, was sie heute ist: eine Ausbildungs- und Begegnungsstätte für Erzieher und Erzieherinnen, die sich um die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in ihren unterschiedlichen Situationen kümmern und sorgen, sich mit ihnen fachkompetent auseinandersetzen und um eine optimale pädagogische Qualität bemüht sind.
Seit 1.1.2022 ist das Erzbistum Freiburg Träger der Fachschule Sancta Maria.
 

Die Franziskanerinnen von Gengenbach

Die Arbeit und Ausbildung in Sancta Maria steht in der Tradition des Hl. Franz von Assisi. Die Franziskanerinnen vom Göttlichen Herzen Jesu gehören zum Regulierten Dritten Orden des Heiligen Franziskus von Assisi. Sie haben ihr Leben nach dem Evangelium ausgerichtet. Das bedeutet für sie fortwährendes Gebet zu Jesus Christus zum Lobpreis des Vaters und gleichzeitig liebende Hinwendung zu den Brüdern und Schwestern der Menschheit. Damit handeln sie im Geist ihres Ordensvaters Franziskus, der sagte: "Sie müssen sich freuen, wenn sie mit gewöhnlichen und verachteten Leuten verkehren, mit Armen und Schwachen und Aussätzigen und Bettlern am Wege." Das Mutterhaus der Kongregation befindet sich in Gengenbach. Viele Niederlassungen im caritativen Bereich werden von den Schwestern betreut, und zwar im Raum der Erzdiözese Freiburg, in der Schweiz, in Chile und Peru. Im „Sancta“ wohnen und arbeiten noch vier Schwestern, darunter Sr. Helena Hansmann als Lehrerin für Kreativität und Sr. Ursula Schneider im Sekretariat der Schule.
Die Hausleitung obliegt Sr. Helena Hansmann; Generaloberin der Ordens ist derzeit Sr. Michaela Bertsch, langjährige Schulleiterin der Fachschule Sancta Maria.